Sign Of The Times - A Hard Rain’s Gonna’ Fall

DIE BESORGNISERREGENDE WELT DER WASSERVERSCHWENDUNG

Heute ist es regnerisch. Von unserem Büro im Amsterdamer Stadtteil IJburg aus können wir den Fluss am Horizont sehen – und wie der fallende Regen die glatte Oberfläche des Stroms unterbricht, spüren wir, dass der Sommer vorbei ist und der Winter bald Einzug halten wird. Aber das heißt nicht, dass alles schlimm und aussichtslos ist. Das Ende eines alten (und sehr seltsamen) Jahres ist auch immer der Beginn eines neuen. Ein Neuanfang macht sich stromaufwärts auf den Weg und hat neue Möglichkeiten im Schlepptau.

Es ist schon ein bisschen komisch, so aus dem Fenster zu starren und dem Regen draußen nachzuhängen, wenn sich der Wasserverbrauch der Modeindustrie auf jährlich 32 Millionen olympische Schwimmbecken beläuft. Wir haben also noch viel Arbeit vor uns, vielleicht sogar mehr denn je. Das kalte Wetter macht uns Feuer unterm Hintern, damit wir weiter an der Minimierung unseres Wasserverbrauchs arbeiten. Hier haben wir einige (nicht ganz so lustige, aber dafür wirklich atemberaubende) Fakten, die uns dabei helfen, unser Ziel nicht aus dem Augen zu verlieren:

  • Die Textilproduktion (einschließlich des Baumwollanbaus) benötigt jährlich etwa 93 Milliarden Kubikmeter Wasser. Das entspricht 4% der weltweiten Süßwasserentnahme.
  • 3% des Trinkwassers der Erde fließen dabei allein in den nicht-biologischen Baumwollanbau.
  • Und der Prozentsatz des Wassers, der in der Textilverarbeitung zum Färben der Stoffe verwendet wird? 85%. Das sind 5,9 Billionen Liter. Ach ja, und dieses Wasser fließt auch noch so ab, das nahe gelegene Wasserquellen verunreinigt werden.
  • Dein durchschnittliches T-Shirt benötigt zur Herstellung 2.720 Liter Wasser. Oder die Menge, die du in drei Jahren trinken würdest.
  • Für deine durchschnittliche Jeans werden 7.000 Liter Wasser benötigt. Das sind 285 Duschen.

Willkommen in der beunruhigenden Welt der Wasserverschwendung. Und wir sind die Bewohner. Aber kein Grund zum Verzweifeln. Ja, es ist schlimm, aber das heißt nicht, dass wir es noch schlimmer werden lassen müssen. Wie so viele Nachhaltigkeitsmarken arbeiten wir unermüdlich daran, noch umweltfreundlichere Wege zu finden, um Wasser einzusparen. Wir haben das letzte Jahrzehnt damit verbracht, innovative Kleidungsstücke zu entwickeln, die genau das tun. Nehmen wir zum Beispiel die Kitosan-Waschung, die den Wasserverbrauch im Vergleich zur durchschnittlichen Denim-Waschung um 50 % reduziert. Oder synthetische Stoffe wie TENCEL™, die in der Produktion in einem geschlossenem Wasserkreislauf aufbereitet werden. Und dann gibt es natürlich auch noch "Dry Denim“, der ganz ohne Wasser behandelt wird.

Für uns bedeutet ein Neuanfang, dass wir unsere Produktionsprozesse ständig analysieren und prüfen, wo noch weitere Verbesserungen möglich sind, dass wir mit neuen Partnern zusammenarbeiten, die fortschrittliche Wassermanagementtechnologien nutzen, und dass wir weiter auf die nicht bewässerten, künstlich hergestellten und recycelten Stoffe setzen, die einen wirklichen Unterschied machen.

Für Verbraucher kann ein Neuanfang bedeuten, neue Entscheidungen zu treffen – denn bessere Produkte können nur dann wirken, wenn sich auch die Kaufgewohnheiten ändern. Wir wissen alle, dass man die Lebensdauer eines T-Shirts verlängern kann, wenn man auf bessere Qualität setzt – denn so wird auch der Wasser-Fußabdruck um etwa 20-30 % verringert, einfach schon deshalb, weil es länger hält. Aber das ist an dieser Stelle Spielerei. Schalten wir einen Gang höher.

Mit dem Kauf eines Kleidungsstücks, das aus nicht bewässerten Pflanzenfasern (z.B. Hanf), künstlichen Stoffen wie TENCEL™ oder recycelten Materialien besteht, kannst du deinen Fußabdruck minimieren, da diese Materialien in der Produktion einen wesentlich geringeren Wasserbedarf haben. Oder setze auf Bio-Stoffe: Ein T-Shirt aus konventioneller Baumwolle verbraucht 2.168 Gallonen Wasser im Gegensatz zu einem T-Shirt aus Bio-Baumwolle, das nur 186 Gallonen Wasser benötigt. Und eine Jeans aus konventioneller Baumwolle braucht für die Herstellung 9.910 Gallonen Wasser, während Denim aus biologischer Produktion nur 932 Gallonen Wasser verbraucht.

Und das ist nur auf der Materialebene. Waschungs- und Behandlungsalternativen wie Kitosan sorgen sogar für noch mehr Wassereinsparungen. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, findest du in unserem Onlineshop nähere Informationen zu jedem Kleidungsstück und in unseren Bewertungen und Zertifizierungen. Transparenz ist für uns als Verbraucher von entscheidender Bedeutung, um Marken zu finden, die wirklich nachhaltige Alternativen bieten.

Aber natürlich können wir auch zu Hause aktiv etwas tun. Wusstest du schon, dass ⅔ des gesamten Wasserverbrauchs eines Produkts durch unser Wäsche waschen entsteht? Das sind in einem Durchschnittshaushalt 51.103.0591 Liter Wasser pro Jahr, die allein für das Waschen zu Hause verbraucht werden. Kleider müssen natürlich gereinigt und gepflegt werden, sonst würden wir am Ende nur noch mehr Klamotten kaufen. Aber es gibt Möglichkeiten (und dazu empfehlen wir diesen Artikel), deine Waschgewohnheiten positiv zu verändern und dazu beizutragen, dass deine Kleidung langfristig länger hält.

Wenn es um Wasserverschwendung geht, sitzen wir also alle im selben Boot. Aber das ist kein Grund, unsere Reise stromaufwärts abzubrechen. Unser Krafttier – der KOI-Karpfen – erinnert uns jeden Tag daran, dass uns das Schwimmen gegen den Strom nur stärker macht. Und ein bisschen Regen hat auch noch niemandem geschadet.

Kings Of Indigo 

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