So kannst du Greenwashing ausschließen

Da Nachhaltigkeit das Wort des Tages ist, kann man sich leicht in einem Netz aus falschen Behauptungen verfangen. Wie kannst du feststellen, ob eine Marke wirklich so umweltfreundlich ist, wie sie behauptet? 


Als Erstes solltest du prüfen, ob die Marke transparent und offen darüber spricht, wo und wie sie produziert. Denn ohne Transparenz ist Nachhaltigkeit nur ein Wort. Man muss es auch belegen können. Vergleichen wir es mit der Situation eines Vorstellungsgesprächs. Es gibt einen Bewerber, der die Stelle haben möchte (das wäre die Marke), und eine Person aus der Personalabteilung, die beurteilen und entscheiden soll, ob diese Person geeignet ist (das bist du, der/die eine Marke auswählt, die deinen persönlichen Werten entspricht). 


Der Bewerber könnte die Person aus der Personalabteilung mit einem Harvard-Studium und einem persönlichen Praktikum bei Steve Jobs selbst beeindrucken, aber irgendwann wird die Person aus der Personalabteilung die Zeugnisse überprüfen wollen, oder? An dieser Stelle kommt die Transparenz ins Spiel. Wenn der Bewerber das Ersuchen um mehr Hintergrundinformationen höflich ablehnt, sind die Zweifel offensichtlich. Und wenn der Zugang gewährt wird, aber die Behauptungen sich als falsch herausstellen, wird es eine Gegenreaktion geben.


Hier ist also ein Life-Hack: die App "Good on You". Diese australische App (die auch in Europa erhältlich ist) übernimmt für dich das "Durchstöbern des Hintergrunds von so genannten nachhaltigen Marken"! Die unabhängige Plattform hat Tausende von Marken untersucht und sie nach ihren Auswirkungen auf Menschen, den Planeten und Tiere bewertet. 


Das Ergebnis von Kings Of Indigo auf der Good on You-App? GROSSARTIG. 

Aber bitte nimm uns nicht beim Wort.


Top-3-Indikatoren für eine falsche Nachhaltigkeitsangabe


  1. Vagheit: Bewusst, ethisch, ökologisch - das klingt alles schön, aber diese Begriffe sind hohl, wenn keine Erklärung folgt. Das Einfachste ist natürlich vage zu sagen, was man tut, um nachhaltig zu wirken.
  2. Unbedeutend: Prüfe, wie viele nachhaltige Produkte die Marke anbietet. Manche Marken übertreiben es mit einem winzigen Angebot an umweltfreundlichen Produkten innerhalb ihrer nicht so nachhaltigen Kollektion.
  3. Fehlende Beweise: Da immer mehr Menschen auf der Suche nach umweltfreundlichen Marken sind, gibt es immer mehr Beobachter, die ihnen helfen, die richtigen Produkte zu finden. Prüfe, ob eine Marke auf unabhängige Plattformen wie goodonyou und fairify verweisen kann, aber auch auf Zertifikate wie BCorp, Fair Trade, GOTS, GRS und Kooperationen mit der Fairwear Foundation, um nur einige zu nennen.